Wie stellt der Arzt die Diagnose?

Genaues Abhören der Herztöne durch den betreuenden Kinderarzt ist nach wie vor von größter Bedeutung. Der Kinderkardiologe ist mit seinen Spezialkenntnissen und den ihm zur Verfügung stehenden diagnostischen Hilfsmitteln wie: Elektrokardiographie, Echokardiographie, gelegentlich auch Röntgen- oder Laboruntersuchung fast immer in der Lage zu entscheiden, ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht. Liegt eine Herz-Kreislauferkrankung vor, so hängt das weitere Vorgehen von der Art und der Schwere der Erkrankung ab.

Das EKG

Ein Elektrokardiogramm zeichnet elektrischen Vorgänge des Herzens auf. Es kann Herzrhythmusstörungen erfassen und Anhaltspunkte zur Ernsthaftigkeit der Erkrankung, zu Gefahren und zu Therapien geben. Das EKG ist allerdings nicht empfindlich genug, um alle bedeutenden Herzerkrankungen zu erfassen. Das normale Ruhe-EKG ist also zur Erkennung einiger Fälle von Herzerkrankungen geeignet.

Das Langzeit-EKG

Beim Langzeit-EKG werden Elektroden am Brustkorb aufgeklebt. Die Elektroden werden mit Kabeln verbunden, die zu einem kleinen Kästchen in der Größe eines Walkmans führen, das bequem an einem Gürtel getragen werden kann. Die Aufzeichnung des EKG erfolgt über 24 Stunden.

Belastungs-EKG - Ergometrie

Viele Störungen von Herz und Kreislauf treten nicht im Ruhezustand, sondern erst unter körperlicher Belastung auf. Beim Belastungs-EKG verwendet man in der Regel ein Fahrradergometer, wobei die Belastung für den Patienten gesteigert wird. Der Patient ist während der Belastung an ein EKG-Monitor angeschlossen und trägt eine Blutdruckmanschette.

Röntgenuntersuchung des Brustkorbes

Mit einem Röntgen des Brustkorbs können die Größe der Herzhöhlen, der Hauptschlagader sowie der Zustand der Lunge ermittelt werden. Röntgenbilder des Brustkorbs eignen sich gut, um Abnormalitäten der Lunge festzustellen.

Echokardiographie

Das Echokardiogramm liefert genaue und wertvolle Informationen über die Größe der vier Herzhöhlen und über Klappenfehler sowie Abnormalitäten bei der Herzkontraktion. Bei der Echokardiographie kann man auch Richtung und Geschwindigkeit des Blutes feststellen. Es ist jedoch bei beiden Untersuchungen notwendig, dass der Säugling/das Kind möglichst ruhig liegt. Eine Echokardiographie verursacht keine Schmerzen und es sind keine Gefahren damit verbunden.

Herzkatheteruntersuchung

Eine Herzkatheteruntersuchung kann nur in einem spezialisierten Zentrum durchgeführt werden und ist meist nur bei schweren, komplizierten Herzfehlern notwendig. Über eine große Vene oder Arterie in der Leiste wird ein Plastikschlauch (Katheter) bis zum Herz vorgeschoben. So können verschiedene Blutdrücke und die Sauerstoffkonzentration gemessen werden. Außerdem wird über den Katheter ein Kontrastmittel gespritzt um eine genaue Abbildung des Herzens und der Lunge zu erhalten.